Die Idee

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Die Idee nahm Gestalt an – basierend auf den neuen Erkenntnissen – eine Vision für neue Paradigmen zu entwickeln – aus druckstabilem Steingut im weiteren Sinn und zugstabilen Fasern – einen neuen Materialansatz zu definieren, welcher das neue Millennium nachhaltig und zukunftsfähig prägen kann.

Vor dem Hintergrund, dass z.B. Granit in unendlichen Mengen auf Planet Erde zur Verfügung steht, in fast allen Teilen der Welt ohne grosse Mühe und Eingriff in die Natur abbaubar ist, sowie Fasermaterialien ohnehin auf dem technischen Vormarsch sind und ebenfalls grenzenlos in allen Erdteilen zur Verfügung stehen könnten – wenn der politische Wille das unterstützt – liegt es nahe die beiden Werkstoffe “technische und/oder natürliche Faser” und “technischen und/oder natürlichen Stein” zu verbinden und damit in allen Teilen der Erde grosse Mengen an Baumaterialien zur Verfügung zu haben, um im nächsten Schritt daraus für umweltfreundliche Bau- und Konstruktionsmaterialien ein neues Prinzip zu definieren, welches Ressourcen-Verfügbarkeit und Energieeinsparung signifikant verbessert.

Die Faser wird dabei aus mechanischer Sicht sinnvoll, weil material- und energiesparend nur an der Oberfläche des druckstabilen Steingut-Materials eingesetzt.

Mit diesem Prinzip tut sich gleichzeitig eine Fülle von neuen Möglichkeiten der unterschiedlichen Kombination von Faser und Steingut auf.

In Frankreich gibt es interessante Entwicklungen im Bereich der Pflanzenfasern, basierend auf Flachs- und Bambusfasern, die ganz erstaunliche mechanische Eigenschaften haben und insbesondere CO2 binden. Erste Experimente zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam mit “carbonisierten” Bambusfasern lieferten die Aussicht, die Steifigkeit dieser Fasern durch Verkohlung mit Hilfe eines relativ simplen Kochvorgangs zu erhöhen.

Mit dieser Entdeckung ist die Realisierbarkeit eines neuen Paradigmas in das Bewusstsein gerückt, Kohlenstoff-Verbindungen selbst als Grundstoff für die Materialherstellung einzusetzen und nicht nur mittelfristig, sondern langfristig Kohlenstoff auf diese Weise in den Baumaterialien selbst zu binden.

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